Artikel aus Prima Wochenende:

Sarg oder Urne als Ort der Trauer

Selber pflegen oder Profi beauftragen

In Frieden ruhen auf dem kath. Friedhof in Bordesholm

„Wenn ich einmal sterben muss, was kann ich meinen Angehörigen zumuten? Sollen sie mein Grab pflegen? Sollen sie regelmäßig zum Friedhof gehen müssen?“

Diese Fragen beschäftigen viele Menschen, die über ihren letzten Weg nachdenken.Friedhof

Und bei manchen führen solche Gedanken dazu, eine möglichst schlichte Bestattungsart zu wählen.

„Ich lass mich auf See bestatten oder anonym. Es soll keiner mein Grab pflegen oder dauernd auf den Friedhof rennen müssen. Und billiger ist es auch.“ Oft wird über dieses Thema hinter vorgehaltener Hand gesprochen. Man will den Angehörigen ja keine Treulosigkeit unterstellen. Und man will eigentlich im Zusammenhang mit dem Sterben nicht von Geld sprechen. Und überhaupt, wer denkt schon gern ans Sterben? 

Dabei ist es gut, sich vorzubereiten. Dann kann man in Ruhe noch lange leben. Und es ist wichtig, die Fakten dazu ganz offen anzusehen. 

Und überhaupt: Kinder und andere Angehörige gehen oft gerne und mit tiefen Gefühlen an die Gräber ihrer Lieben. Sie tun Segnungdas aber anders als frühere Generationen, nämlich unregelmäßiger und vor allem dann, wenn sie ein Bedürfnis danach haben. Hinzu kommt, dass die Gesellschaft mobiler geworden ist. Wo es früher auf dem Land oft unproblematisch war, die Pflege für ein Familiengrab für 30 Jahre zu übernehmen, sind solche Verpflichtungen heute mit den wechselnden Berufs- und Lebensorten viel schwerer zu erfüllen. Deshalb bieten wir auf dem kath. Bordesholmer Friedhof schon viele Jahre Gräber in Rasenpflege an, sowohl für Urnen als auch für Särge. Dann ist ein gepflegtes Grab gewährleistet, auch wenn nicht regelmäßig jemand aus der Familie nach dem Rechten sieht. Als neue Entwicklung in diesem Bereich gibt es nun seit 2013 eine Urnengemeinschaftsanlage. Dort können Menschen unter einer Rasenfläche begraben liegen. Ein solches Grab trägt keinen Stein mit Namen, Geburts- und Todesjahr, sondern die Daten werden auf einer Stein Stele eingeschlagen. So kann man bei der Kirche in einer besonders natürlichen und behüteten Umgebung seine letzte Ruhestätte finden. Und das Schöne an einer Beisetzung auf unserem Friedhof ist: Dort ist ein Platz, der gut erreichbar ist. Man kann auch noch mal Nachbarn von früher an den Gräbern besuchen. Man trifft mit anderen Angehörigen zusammen. Die Kirche mit ihrer offenen Tür lädt zum beten, verweilen und Kerzen anzünden ein. Auf dem Friedhof begegnen sich die Generationen. Die Natur zaubert zu jeder Jahreszeit eine besondere Stimmung an diesen Ort; ein geweihter Ort, vor GSteleenerationen gegründet, um am Ende des Lebens in Frieden bei den Mauern der Kirche zu ruhen.

Nähere Informationen erhalten Sie hier:

Katholische Kirche St. Marien

Bahnhofstraße 94, 24582 Bordesholm

Tel: 04322-885892 - Fax: 03221-1239986

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Internet: www.st-vicelin.de